Marktforschung - Fluch oder Segen für die Kreativität?

Geschrieben von Susanne Reinders am 24.02.17

In der dritten Folge des wundervoices Podcasts dreht sich alles um Animatics und Marktforschung. Wir hatten den Illustrator und Animatic-Regisseur Rainer Laws zu Gast. Eines der Themen war die Frage, ob Marktforschung die Kreativität vernichtet oder eine wertvolle Hilfe sein kann.

 

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Viele Kreative sehen in der Marktforschung einen echten Gegner ihrer Kreationen. "Das ganze Testen macht die Kreativität kaputt", sagte beispielsweise ein Head of TV, mit dem Rainer gesprochen hat. Und natürlich gibt es ungezählte innovative Konzepte, die nie die Marktforschung überlebt haben.  

Also: Killt die Marktforschung die Kreativität?

Rainer sagt dazu ganz klar:

Nein. Im Gegenteil. Sie schränkt nur ein, wenn man sie falsch interpretiert. Es soll so viel rumgesponnen werden wie es geht, jeder "Quatsch" muss ausprobiert werden. Nur ist es eben das eine, all seine kreativen Hirngespinste und Fantasien wild auf die Menschheit loszulassen, oder mit Konzept und mit Vorgaben an ein Projekt heran zu gehen - und da kann die Marktforschung helfen.

Wie kann man die Ergebnisse der Marktforschung nutzen, um die Kreativität zu steigern?

Tatsächlich können die Vorgaben und Einschränkungen, die sich durch die Marktforschung ergeben, die Kreativität fördern - sie bieten eine Orientierung, durch die man viel vergeblichen Zeitaufwand vermeiden kann.

Doch der Fehler, den hier viele machen, ist, die Bewertungen zu wortwörtlich in die Umsetzung einfließen zu lassen. "Die Frau wirkte zu zickig, also machen wir sie ganz anders!" oder "Das fanden manche einfach nicht angebracht."

Rainers Fazit: Besser ist es, das Feedback zu interpretieren, da das "Nummer Sicher"-Ergebnis meist der kleinste gemeinsame Nenner ist. Und in Zeiten von Facebook- und YouTube Ads geht das auf keinen Fall:

TV-Spots müssen auf die Kacke hauen! Entweder Superbowl-Niveau, oder sein lassen.

Die ganze Podcast-Folge kannst du dir hier anhören: